Vintage

The weddingbook: Keep calm and go on …

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Normal sagt man dem Reisenden nach er würde was erleben, doch wer eine Hochzeit plant dem geht es, wie ich seit ein paar Monaten weiß, ganz genauso.
So eine Hochzeitsplanung ja die kann sehr spaßig und aufregend sein. Gleichzeitig aber auch sehr nervenaufreibend und stressig.

Die Kleidersuche: Eine Odyssee durch Glitzermeere

Ich dachte wirklich der Punkt „Hochzeitskleid“ wäre der härteste… Und meine Befürchtungen sollten sich bewahrheiten.
Eines friedlichen Tages habe ich mir eine Freundin geschnappt und bin zu einem Termin, den ich in einem Nürnberger Brautmodengeschäft, ausgemacht habe. Der Besitzer (nachfolgend als der nette Herr bezeichnet), der Kleider im Sortiment hatte die verdächtig nach dem Gülcan-Kleid für ihre Fernseh-Hochzeit aussahen, fragte dann auch sehr aufmerksam was ich mir denn so vorstellen würde. Ich erklärte ihm, dass Spitze und Tüll mich verzücken und Glitzersteine, vor allem unechte, mich etwas erschauern lassen.
So begann also die Kleiderodyssee durch Meere aus Glitzer, vorbei an Meerjungfrauen mit abschreckenden Hüften, steuerte ich mit hoher Geschwindigkeit auf einen riesigen Berg aus Plastiksteinchen zu. Da ich nun schon mal da war, wollte ich auch etwas probieren. Falls man das noch „probieren“ nennen kann. Man sollte es als Cardio-Workout bezeichnen. Mit gefühlt tausend Nadeln in der Taille führte ich dann das erste Kleid vor. Ich fühlte mich etwas wie in dieser SatC-Folge in der Miranda Carrie von ihrer Hochzeitsangst kurieren will, indem sie sie in die schlimmsten Kleider steckte. Nach dem dritten Kleid wurden wir etwas deutlicher. Nach Aussagen wie „kann man die Steine dort vielleicht abschneiden“, oder „sind das Plastikperlen?“, wurde auch dem engagierten Verkäufer bewusst dass er meinen Wünschen nicht gerecht wurde.
Der Plan war, mich nun mit einem Meerjungfrauenschnitt zu begeistern. Doch dieser Versuch scheiterte gründlich, denn zu meinem Entsetzen stellte ich fest, dass meine kurvigen Hüften nun in diesem Kleid meine größte Problemzone sind. Etwas frustriert, dazu kaputt durch mein 7-Kleider-Workout, wagte ich einen erneuten Erklärungsversuch. Etwas beschämt und fast schon schüchtern meinte er, er hätte noch ein Kleid im Keller. Etwas Hippiemäßig, grobe Spitze, Schulterbedeckend. Nun begannen meine Augen zu leuchten und ich wollte es sehen. Das Kleid war noch nicht ganz um die Ecke, da hörte ich es schon meinen Namen flüstern. Reingeschlüpft und schon begann es, dieses Kribbeln. Ich habe daran ja nicht geglaubt, aber es ist wirklich so. Wenn man das Richtige an hat, dann weiß man es einfach. Ich fühlte mich wohl und wollte es nicht mehr ausziehen. Meine Freundin und ich waren hellauf Begeistert, wodurch sofort klar war: das Standesamt kann kommen. Für die große Feier sollte es etwas pompöser sein, dies ist aber eine andere Geschichte.

Die Haare und das Make-up: Ein Trauerspiel in 2 Akten

Die zweite harte Nuss auf meiner Liste. Jemanden zu finden dem ich meine Haare und mein Gesicht vertrauensvoll in die Hände legen kann. Warum ich mich damit recht spät beschäftigte, weiß ich gar nicht. Leider für manch eine Hochzeitsstylistin zu spät. Einige waren bereits ausgebucht. Dennoch fand ich jemanden und war bereit für den Probetermin. Der Tag kam, leider nach einer langen Nacht die recht deutlich ihre Spuren hinterlassen hatte. Ich dachte gut üben wir für den Ernstfall, wer weiß in welcher Verfassung meine Haut sein wird. Eine Dame in einer engsitzenden Fleecejacke und passender Jogginghose, lockte uns in einen baufälligen Hinterhof. Die Panik die in mir aufstieg unterdrückte ich, aber etwas professioneller hätte ich mir ihr Auftreten schon gewünscht. In dem Raum war es dann Eiskalt und ich behielt mal meine Jacke an, würde auch nicht schaden falls ich plötzlich die Flucht ergreifen will. Wir hatten unsere Hausaufgaben gemacht und Bilder von Frisuren und Make-up mitgebracht. Sie schaute und hörte sich alles an und legte direkt mal los. Schwämmchen raus und Make-up drauf. Wieso mache ich mir daheim nur immer so ein Stress zwecks dem Primer und der langen Haltbarkeit? Sie meinte sie hätte Flüssigkleber, da verrutscht garantiert nichts. Haut die atmen will ist auch nur was für Schwächlinge, schoss es mir durch den Kopf. Gut als nächstes kamen die Augen dran. Da das Kleid ja ohne Glitzer daherkommt, sollte der Lidschatten das Funkeln übernehmen. Tja aber irgendwie hatte sie nichts mit Schimmer in ihrem Fundus, weshalb ich plötzlich grobe Glitzerpartikel aus der Faschingskiste auf den Lidern hatte. Auch was die Farben des Lidschattens anging machte sie keinerlei Kompromisse. Im Tageslicht würde ihre Arbeit toll wirken, versicherte sie uns. Gut somit war das Make-up fertig und sah nach einem No-Make-up Look aus. Leider auch nach No-Concealer, was an dem Tag fatal war.
Ich war bereits nicht überzeugt, aber die gute Dame wollte noch zeigen was sie am Haar so kann. Eine Tonne Haarspray später hatte ich ein zu Tode toupierten Haarknäuel auf dem Kopf und war das erste Mal an dem Tag froh einen Kater zu haben. Ich bin ja nun wirklich kein sehr zimperlicher Typ, aber Haarklammern direkt aus dem Mund ins Haar, schmutzige Pinsel und Schwämmchen, sowie ungewaschene Hände, haben dann auch mir eine Gänsehaut verpasst. Zum Schluss zwirbelte sie dann noch eine Haarsträhne im Prinzessin Leia Stil direkt über mein Ohr und war hoch zufrieden mit ihrer Arbeit. Dies war der Punkt an dem ich meine Mütze und meine Freundin schnappte und fluchtartig das Gebäude verließ.

Wenn ich mir das jetzt durchlese, kann natürlich auch ich etwas schmunzeln. Doch wenn man mitten drin ist, kann einen das schon mal an den Rande der Verzweiflung bringen. Ich meine es geht immerhin um den wichtigsten Tag im Leben und man wünscht sich doch nur, dass alles perfekt wird. Wenn ich wieder frustriert bin, hilft mir eine Sache garantiert immer. Pinterest. Ein wundervolles Meer aus Inspiration in dem man sich Stunden verlieren kann.

 

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All pictures via Pinterest

The perfect tea party

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Heute möchte ich euch die Geschichte einer perfekten Teeparty erzählen. Ja und wo beginnen Geschichten normalerweise? Richtig, am Anfang.
Eines schönen Abends im Sommer ging ich, noch in meiner Heimat Stuttgart, zum Joggen in den nahegelegenen Wald. Auf dem Weg dorthin, kam ich an einem Hochhaus vorbei und dort schien jemand seine Wohnung auszuräumen. Ich wollte nach meinen Runden mal schauen, was die Person denn so alles rausgestellt hatte. Auf dem Rückweg war der Haufen dann schon recht groß und zu meiner Freude entdeckte ich, einen wunderschönen Teewagen unter all den Möbeln. Etwas erschöpft schleppte ich das Ding zu mir nach Hause und beschloss, ab jetzt nur noch schöne Teepartys zu veranstalten. Damit könnten wir schon beim Happy End sein. Ja wenn da nicht etwas fehlen würde. Das perfekte Teeservice. Einfach in den Laden gehen und kaufen, ging nicht. Es musste schon Vintage sein. Also beschloss ich noch an dem Tag, dass ich ab jetzt jeden Samstag den wundervollen Flohmarkt auf dem Karlsplatz aufsuchen werde und erst wieder damit aufhöre, wenn ich genug gefunden hätte. So machte ich mich also jeden Samstagmorgen auf den Weg in die Stadt und schlenderte den Flohmarkt ab. Aus einer Tasse wurden zwei, aus einem Untersetzer wurden an guten Tagen vier und die großen Teller vermehrten sich auch recht zügig. Abends packte ich die Schätzchen immer aus und stellte sie voller Stolz auf meinen Teewagen. Irgendwann kam ich auf die Idee auch noch Besteck zu suchen. Silber sollte es sein und kein Löffelchen durfte wie das andere sein. Dann kam der Umzug nach China und der Umzug nach Nürnberg. All die Schätze wanderten in den Keller. Doch dann nach langer Suche, kam mit der neue Wohnung der Platz und der Tag an dem all meine Schätze wieder ans Licht durften. Nun fehlten also nur noch die richtigen Gäste. Denn wer macht denn schon eine Teeparty für sich alleine…
Mit meinen zuckersüßen Blogger Mädels hier aus Nürnberg, waren die perfekten Gäste schnell gefunden. All meine Tellerchen und Tassen sollten endlich ihren großen Auftritt haben. Samstags ging ich hier in Nürnberg noch in einen wundervollen Blumenladen und verliebte mich sofort in diese wundervoll bunten Nelken. Ich wusste sie wären einfach perfekt. Zu einem guten Tee gehört natürlich auch etwas Süßes. Mir war immer klar, dass sich auf diesen Tellern herrlich bunte Macarons pudelwohl fühlen würden. Da mir die Zeit zum Backen fehlte, ich es auch ehrlich gesagt noch nie versucht habe und ich den Laden kenne, der die köstlichen Teilchen herstellt, beschloss ich sie zu kaufen. Ein paar mini Cupcake Pralinen durften auch noch mit, einfach nur weil sie toll aussahen.
Am Sonntag hatte ich dann eine riesen Freude alles herzurichten und vorzubereiten. Als die Mädels dann kamen und wir gemütlich am Tisch saßen, wurde es mir plötzlich klar. Genau so hatte ich mir das damals nach dem Joggen vorgestellt…

Happy End

Ich möchte mich noch ganz herzlich bei Vanessa, Anni, Anne, Pazi und Jecky bedanken. Ohne euch wäre die Teeparty nicht so toll geworden! Ihr wart ganz wundervolle Gäste <3

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Tableware – Flea market or here
Macarons – Wurzelsepp Nürnberg
Flowers – Blumen Hiller, Nürnberg

A new Love

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Ausnahmsweise geht es bei meiner neuen Liebe nicht um ein gewöhnliches Accessoires. Nein, es geht um ein Transportmittel. Genauer gesagt, um ein Fahrrad und zwar ein klassisches Damen Hollandrad. Ich hatte die Lust am Radfahren, nach etlichen Sonntagen mit Familienradtouren bei denen alle happy hinter einander her radeln, etwas verloren. Irgendwann habe ich diese Tage verflucht und somit auch mein Rad. Nach dem Umzug ins wunderschöne Nürnberg, erledigte ich erstmal alles zu Fuß. Stellte aber schnell fest, dass es Ecken in Nürnberg gibt, die einfach zu weit sind. Der Wunsch nach einem Rad kam auf. Um den Hass aufs Radfahren zu überwinden, musste das Fahrrad vor allem Anderen, gut aussehen und Freude bereiten sobald man sich darauf setzt. So begann meine Suche und endete erst als ich dieses Schmuckstück von der Marke Electra fand. Es war Liebe auf den ersten Blick. Vor allem die Farbe (momentan eine absolute Lieblingsfarbe, aber dazu komme ich zu einem späteren Zeitpunkt noch) hatte es mir sofort angetan. Leider wohl auch anderen Fahrradbegeisterten, denn sie war überall ausverkauft. Ich verharrte also den ganzen Sommer auf einer Warteliste und war überglücklich das Rad im September in Empfang zu nehmen. Seitdem sieht man mich nur noch damit durch Nürnberg rollen.
An einem wunderschönen Sonntagmorgen zog ich dieses Kleid aus dem Schrank, die Farbähnlichkeit zum Rad dürfte jedem sofort auffallen, warf meine liebste Teddyweste über und rollte zu einem wunderbar leckeren Brunch. Nach einer Stärkung mit Waffeln und anderen köstlichen Dinge, musste dann nicht nur das Outfit festgehalten werden, natürlich durfte auch das Fahrrad etwas vor der Kamera posen.

Ich wünsche allen einen wundervollen Start in die Woche!

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Dress (Similar here) – H&M Trend
Shoes – H&M
Vest – Tom Tailer Denim
Scarf (Similar here) – Zara
Bike – Electra

Selfmade happiness

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Die Zeit verfliegt rasend schnell, die Baustellen in der Wohnung werden kleiner und die Kartons leerer, aber der Blog bleibt auf der Strecke. So nervig die ganzen Umbauten auch waren oder sind, so schön ist es die Wohnung einzurichten und zu dekorieren. Deshalb hoffe ich, ihr verzeiht mir meine Abwesenheit hier, aber ich will es ja auch für euch schön machen. Ich plane einen großen Vorher/Nachher-Post und bin selbst schon ganz gespannt auf den Vergleich.
Doch nun kommen wir zur Mode. Es geht mal wieder um ein Teil (das mit dem einen Teil dürft ihr gerne wörtlich nehmen), nämlich dem Jumpsuit. Dieser hier ist ein ganz besonderes Exemplar für mich. Vor einigen Jahren, noch zurück in Stuttgart, belegte ich einen Nähkurs. Da meine Omi eine umwerfend schöne alte Nähmaschine besitzt, die ich unbedingt vererbt haben möchte und ich lernen wollte wie ich Flohmarktschätze umgestalten kann. Tja und eines Tages kam unsere süße Lehrerin mit einem Berg Blumenstoffe an. Da niemand hier schrie, gingen sie alle in meinen Besitz über und sofort hatte ich tausend Ideen vor meinen Augen. Zu diesem Zeitpunkt bekam man dieses wundervolle Kleidungsstück noch nicht an jeder Ecke angeboten und dennoch wollte ich unbedingt einen Blümcheneinteiler. Ein toller Schnitt musste her und schon ging es in Produktion. Das klingt jetzt ganz so als ob ich echt gut wäre an der Nähmaschine, die Wahrheit sieht leider ganz anders aus. Im Grunde bin ich sehr langsam und muss Dinge zick Mal korrigieren und am Ende habe ich das Kleidungsstück so oft in der Hand gehabt und so oft anprobiert, dass ich es gar nicht mehr anziehen will. Ja ich habe einige selbstgenähte Leichen in meinem Schrank 😉
Bei diesem Stück war aber alles ganz anders. Es gelang mir ziemlich schnell und während der ganzen Zeit konnte ich es kaum erwarten es auszuführen. Ja und aus diesem Grund zeige ich euch heute das Ergebnis gestylt mit einem Jeanswestchen und den höchsten Schuhen aus meinem Schrank. Ohne selbstverliebt klingen zu wollen muss ich sagen, er ist mir wirklich richtig gut gelungen 🙂

Was haltet ihr von selbstgenähten Kleidungsstücken? Habt ihr euch schon mal an eine Maschine gewagt oder würdet ihr gerne?

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Jumpsuit – Selfmade, Vest – from USA, Shoes – Bakers, Bag / Sunnies – H&M, Necklace – Lavin for H&M