The magic Iceland

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Der Winter ist ja schon irgendwie ein ganz Böser. Da schickt er mal Regen oder auch stürmischen Wind, macht es eiskalt oder lässt es gar schneien. Aber das Schlimmste, er dreht viel zu früh das Licht aus. Das ist irgendwie sehr schlecht, vor allem wenn man seinen Modeblog mit Bildern, auf denen man auch etwas erkennen kann, füllen will. Die Wochenenden sind gefüllt mit Weihnachtsfeiern, Familienfesten und den obligatorischen Steuer-Hochzeiten 😉 die einem wenig bis gar keine Zeit für andere Dinge lassen. Vor allem dann nicht, wenn sie dort stattfinden wo man eben nicht wohnt. Ja ganz richtig, ich berichte gerade so richtig live aus meinem Alltag und über meine Probleme. Tja und so habe ich also für diese Woche nicht ein Outfitbild am Tag für euch und bin selbst am aller traurigsten darüber.

Um euch jetzt doch noch ein paar Bilder zu zeigen, habe ich etwas in den unendlichen Tiefen unserer Festplatte gegraben. Da stieß ich auf unseren Sommerurlaub, der ausnahmsweise sehr winterlich ausfiel. Wir waren nämlich sehr weit im Norden, auf Island. Da ich zu dem Zeitpunkt noch in der Blogpause war, habe ich euch nie davon berichtet. Es würde sich aber wahnsinnig lohnen darüber zu berichten, denn obwohl ich ein absolutes Sommermädchen bin, war ich mehr als begeistert von dieser Insel. 12 Tage hatten wir uns vorgenommen, ein Auto  war gemietet und 9 Hotelzimmer gebucht. Ein Vulkan meinte zu der Zeit etwas aufmüpfig zu sein und knapp 2.000 km sind wir gefahren. Der Plan war die Insel zu umrunden und alles zu sehen. Vor der Abreise war erstmal shoppen angesagt. Nein, leider nicht diese Art von shoppen die ich normalerweise als meine Entspannungstherapie bezeichne. Es war das sehr unsexy shoppen von Funktionskleidung. Klingt schlimm, war es auch 😉 aaaaaaber es hat meinen A… vor dem Erfrieren bewahrt und ich denke auch meine Füße waren dankbar. Nach ein paar Tagen, zog ich wirklich freiwillig die Schuhe, die verdächtig nach Buffalo-Baby-Spice-90er-Jahre aussehen, direkt morgens an um für den Tag gut gerüstet zu sein. Ich muss sagen, auch wenn ich öfter als sonst „Wannabe“ auf den Lippen hatte, war ich froh sie zu haben. Diese Insel ist unglaublich und hat etwas Magisches. Man fühlt sich manchmal wie in Mittelerde oder erwartet, dass im nächsten Augenblick eine Horde Trolle auf einen zugestürmt kommt. Für Geologen ist dieses Land sowieso ein Paradies, vor allem wenn ein Vulkan etwas aktiver ist als sonst und die ganze Welt sich vor einer Aschewolke in Deckung bringt. Für die unter uns, an denen wie bei mir eine Meeresbiologin verloren gegangen ist, sollte eine Whale-Watching Tour ganz oben auf der To-Do-Liste stehen. Diese Giganten bei der Jagd in freier Natur zu beobachten, war so viel aufregender als sie Kunststückchen für einen Fisch machen zu sehen. Die wenigen Isländer die es gibt, sind wahnsinnig nett und sehr gechillt wenn man sie auf brodelnde Vulkane anspricht. Wenn ihr mich fragt, die einzig wahre Einstellung für jederman der auf einer Insel lebt, die er sich mit 30 aktiven Vulkanen teilt. Besser noch, sie nutzen die Geothermie um an Strom zu kommen, mal ein heißes Schwefelbad zu nehmen und sie haben sich nach dem letzten Mal fest vorgenommen, aus der Asche richtig Asche zu machen.
Wer also seinen Strand auch mal gerne auf Eis nimmt und keine Angst davor hat durch Mordor zu laufen (versprochen das war die letzte Anspielung auf Herr der Ringe), dem würde ich eine Reise wirklich wärmstens empfehlen.

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