Monthly Archives: October 2013

One extra day

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Wie ich ja bereits erwähnte, schenkte uns der Wettergott einen Tag mehr in Shanghai. Wir wollten am Sonntag zurück fliegen, doch der Taifun USAGI machte uns einen Strich durch die Rechnung. Alle Flüge nach Shenzhen waren ersatzlos gestrichen und so blieb uns nichts anderes übrig, als eben noch mehr Sightseeing zu machen. Wie man ja sicher in den letzten Post bemerkt hat, bin ich ein richtiger Shanghai Fan geworden und war wegen dem einem Tag mehr, nicht allzu traurig. Wir beschlossen ein Hotel in dem Viertel der ehemaligen französischen Konzession zu suchen und fanden dann auch recht schnell ein japanisches. Da unser Flug erst am Abend gehen sollte, blieb uns ein ganzer Tag. Am ersten Tag fiel uns ein goldener Temple auf, der mitten in der Stadt zwischen riesigen Malls steht. Der ging mir nicht aus dem Kopf und wir beschlossen ihn uns mal genauer anzuschauen. Inzwischen haben wir ja wirklich schon recht viele Tempel gesehen, aber dieser hat mich wirklich beeindruckt. Klar als erstes bewundert man natürlich die goldenen Dächer und Statuen, vor allem wenn sie in der Sonne so wunderbar glänzen. Das zweite was mir sofort auffiel und wahnsinnig gefiel, war der wunderbare Klang der Glocken die überall an den Dächern hingen. Es ging eine leichte Brise an dem Tag und die ließ es wie ein riesiges Windspiel klingen.

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Wir fanden zudem wunderbare Statue komplett aus Silber und herrliche Schnitzereien, die Türen, Sockel und Fester säumten. Obwohl um den Tempel das Leben der Großstadt pulsiert, fühlte ich mich wie in einer anderen Welt. Es war erstaunlich ruhig und friedlich dort. Ich denke diesen Tempel, der übrigens der Jing‘ An Tempel ist, möchte ich zu meinem Liebsten erklären.

Nach dieser ruhigen Zeit, ging es ohne Umwege direkt zum Yu Garden und rein in ein riesen Getümmel. Ich denke man kann diesen Teil der Stadt als Basar bezeichnen. In wunderbar alten Häusern, sind unzählige kleine Lädchen untergebracht, die von Essen, über Elektronik Zeugs, über Kleider bis hin zu chinesischem Kitsch, wirklich alles verkaufen. Ruhe kennt man hier nicht, man wird ständig angesprochen und gebeten etwas zu kaufen. An sich ist dieser Teil der Stadt wirklich wunderschön, vor allem der kleine See in der Mitte, in dem sich Enten und Fische um die Brotstückchen streiten, die Besucher ihnen zu werfen. Aber leider hat man bei so einem Gedränge keine allzu große Freude an all dem.

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Dennoch denke ich, dass wir den weiteren Tag wirklich gut genutzt haben und am Montagabend, hat das mit dem Heimflug ja auch prima geklappt.

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Lions garden

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Einen Tag vor unserem Ausflug, entdeckte ich diesen Rock bei Meters/bonwe. Ein mir bisher unbekannter Shop, deshalb muss ich den doch glatt mal googlen. Ich war aber sofort begeistert von der Auswahl und den Preisen, die so im H&M-Bereich liegen. Leider hatte ich wie überall gerade das Problem, es gibt nur Herbstware. Ich habe aber leider keine herbstlichen Temperaturen zu denen ich die tollen Sachen kombinieren könnte. Dennoch zog dieser Rock, mit seiner Farbe und den kleinen Cut-Outs sofort meine Aufmerksamkeit auf sich. In meinem Kopf habe ich ihn schon sehr wintertauglich mit dickem Pulli und noch dickeren Strümpfen kombiniert. Hier durfte er erst mal recht sommerlich auf Streifzug gehen 😉

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 Skirt – Meters/bonwe, Shirt / Shoes / Sunnies – H&M

Outside of Shanghai …

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… sieht die Welt gleich ganz anders aus. Für den Samstag buchten wir eine Tour mit Guide, um dass zu sehen was außerhalb der Millionen Metropole liegt. Los ging es bei nicht gerade schönstem Wetter, raus auf die Autobahn, vorbei an riesigen Reisfeldern und Seen voller Krebse. Die, ließen wir uns sagen, die Lieblingsspeise der Shanghaier sind und ein Glück für uns, gerade Saison haben. Wir ließen uns diese Delikatesse natürlich nicht entgehen, obwohl uns das Gerücht zu Ohren kam, dass die Tierchen es dieses Jahr wohl vorzogen recht klein zu bleiben. Der erste Stopp auf unserer Tour, führte uns in einen der vielen Gärten die man außerhalb Shanghais findet. Die reichen Shanghaier legten sich früher gerne solche “kleinen” Oasen für einen entspannten Wochenendausflug an. Wir sollten den Lions Garden zu sehen bekommen. Der frühere Besitzer ließ sich Steinskulpturen, die durch den Fluss ihre ganz spezielle Form bekommen haben, in den ganzen Garten stellen. Ein Stein oder besser Fels soll einige Löwen zeigen, so ist dieser Garten zu seinem Namen gekommen. Jetzt kann jeder selbst rausfinden, wie viele von den bemähnten Tierchen sich in dem Fels tummeln. Der Garten ist wirklich eine wahre Oase, wenn er denn nicht so überlaufen wäre. Aber die vielen Steinskulpturen machen ihn zu einer wahren Märchen- oder Phantasiewelt.

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Nach der Besichtigung des Gartens, ging es in eine Seidenfabrik. Dort bekamen wir von der Larve bis zum fertigen Chinakleidchen einen tollen Einblick in die Herstellung dieses wundervollen Stoffes. Für mich wirklich sehr spannend und am Ende der Fabrikbesichtigung wurde man direkt in den Verkaufsraum geführt. Und ja richtig eine konnte der Versuchung dieses wundervollen Materials natürlich nicht widerstehen. So bin ich nun stolze Besitzerin eines schwarzen Chinakleidchens. Ich werde ihm wohl mal einen eigenen Post widmen.

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Danach ging es weiter in eines der berühmtesten Städtchen, dass gern als Venedig von China bezeichnet wird. Warum wird schnell klar. Es gibt einen Fluss, an dessen Ufer viele kleine Häuschen stehen und natürlich das wichtigste, singende Gondoliere. Nach einer wirklich wundervoll, ruhigen und entspannten Gondelfahrt, die einem einen tollen Einblick in das Leben der Menschen hier gibt, schlenderten wir noch durch die kleinen labyrinthartigen Gässchen. Die Spezialität dieses Städtchen sind ganz besonders glasierte Schweinefüsschen, die mit den üblichen Mitbringseln in den kleinen Lädchen verkauft werden. Nachdem wir dann noch etwas Aufregung hatten, weil die älteste Dame der Tour verschwunden war, ging es mit vielen neuen Eindrücken zurück in das Getümmel der Großstadt.

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