Monthly Archives: August 2013

Beijing shopping

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Zuerst möchte ich über diesen unglaublich tollen, kleinen Vintage Laden in der Nähe der Houhai Bar Street sprechen. Ich rechnen ja inzwischen mit allem hier in China, aber diese Entdeckung kam wirklich völlig überraschend. Schon von der Ferne zog mich ein schwarz-gelbes DDR Schild wie magisch an und als ich näher kam und im Schaufenster all die wunderbaren Schätze sah, war ich sprachlos. Natürlich musste ich rein, auch wenn ich wusste, dass ich mit meinem Wunsch ganz alleine sein werde. Meine Begleiter waren nicht sehr angetan und so konnte ich mir nur einen kleinen Überblick verschaffen. Dennoch war dieser kurze Blick so wohltuend und schön, nach all den, für mich etwas gewöhnungsbedürftigen chinesischen Kleiderläden.
Am Sonntag ging es dann auf die Silkstreet, die eher eine Mall ist und auch recht wenig mit Seide zu tun hat. Es war eine dieser mehrstöckigen Malls in denen man wirklich alles findet. Das Einzige, was man hier nicht findet, ist etwas Echtes. Ich hab ja inzwischen schon einige Ehrfahrung mit solchen Orten, doch für meinen Besuch war das wohl etwas zuviel Geschrei und zu wenig Seide. An dem Tag konnte ich meine Armreif-Sammlung um 6 Teile erweitern und fand einen, wie ich finde tollen Schulrucksack. Da meine Tasche, die bisher dafür herhalten musste, ziemlich schlimm aussieht nach täglichem Gebrauch im Regen und generell der feuchten Hitze hier, war klar das etwas Neues und praktisches her musste. Ich wollte etwas auffälliges, aber dennoch günstiges. Nach energischem Handeln meines Freundes, bakamen wir das gute Stück tatsächlich zu einem guten Preis und ich muss sagen, dass ich ganz begeistert bin.
Weiter ging es auf eine reine Fußgängerzone, die ein wenig an die Königstraße meiner alten Heimat, Stuttgart erinnerte. Dort fand ich dann in einem riesigen Forever 21 eine wundervolle Jacke. Obwohl ich mir momentan wirklich nicht vorstellen kann, je wieder eine Jacke zu tragen, musste dieses tolle Stück dennoch mit. Ansonsten habe ich mich dort sehr zurück gehalten, denn im Herbst macht in Shenzhen ein brandneuer Forever 21 ganz in meiner Nähe auf.

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Beijing diary

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Tag 3

Nach dem Regen in der Nacht, konnte ich mein Glück am Morgen kaum fassen. Da war er und wie er strahlte. Der blaue Himmel. Für den Tag war geplant einen zweiten Versuch zu starten um in die Verbotene Stadt zu gehen. Wir gingen also sehr früh los und schauten auf dem Weg dorthin nochmal beim Tian`anmen Platz vorbei. Es ist unglaublich was für ein Unterschied dieser blaue Himmel doch macht. Alles sah viel strahlender aus und meine Laune war gleich viel besser. Wenn ich bedenke was Schreckliches auf diesem Platz geschehen ist, bekomme ich eine Gänsehaut. Dennoch war es wirklich eine tolle Erfahrung einmal auf dem Platz des himmlischen Friedens zu stehen.

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Nun ging es aber wirklich rein in die Verbotene Stadt und wer hätte das gedacht, aber diese Stadt in der Stadt ist so riesig, dass wenn man drin ist, es gar nicht mehr so voll scheint. Die Menschenmassen die sich noch vor dem Eingang drängen, verliefen sich zwischen all den Gebäuden, Tempeln und Plätzen. Die Sonne ließ an diesem Tag die Dächer wie pures Gold strahlen und ich war sehr beeindruckt von diesem Ort. Wir beschlossen uns auch noch die Gärten und die Schatztruhen (Schmuck-Ausstellung) der Anlage anzuschauen. Als wir schließlich an den Ausgang kamen, wo sich gefühlte 5 Millionen Menschen einen Weg nach draußen bahnen wollten, trafen wir tatsächlich auf bekannte Gesichter. Wirklich unglaublich und die Frage „ist die Welt einfach zu klein?“ wird auf einmal ganz laut.

Zum Mittagessen mussten wir natürlich eine Peking Ente probieren. Die Kellnerin stellte uns unsere Ente erst einmal vor, bevor der Koch sie mit ein paar geübten Handgriffen in mundgerechte Stückchen zerteilte. Wir bekamen dann lautere leckere Zutaten und Saucen und jeder konnte sich kleine Wraps basteln. Ein unglaublicher Spaß und so lecker!

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Nachdem uns unsere Ente lecker gestärkt hatte, ging es weiter zum Lama Tempel. Dieser Tempel auch Palast des Friedens und der Harmonie genannt, war ursprünglich die Residenz eines Prinzen. Später wurde diese in einen lamaistischen Tempel umgebaut. Es ist ein aktiver Tempel, so konnten wir überall betenden und dankenden Menschen sehen und auch ein paar Mönche kreuzten unseren Weg. Aber das Highlight dieses Tempels ist eine 18 Meter hohe Statue aus einem einzigen Sandelholzbaum (26 Meter hoch), wovon 8 Meter in die Tiefe gehen und als Fundament dienen. Leider war es unmöglich dies auf ein Foto zu bekommen.

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Für den letzten Abend wollten wir nochmal auf die Houhai Street. Nach dem Essen und ein paar Cocktails waren wir noch mit Freunden/Kollegen im Partyviertel verabredet. Leider war es uns unmöglich ein Taxi zu finden, dass uns in den ca. 11 Kilometer weit entfernten Stadtteil fuhr. Da uns aber von allen Seiten Rikscha-Fahrer ansprachen, beschlossen wir es damit zu versuchen. Es war wirklich ein großer Spaß auf diesem Elektrogefährt durch die Nacht zu brausen. Am Ende waren wir wohl schneller als jedes normale Taxi, denn unser Fahrer ignorierte rote Ampeln und wechselte auf den Gehweg wenn die Straße zu voll war.

Am Sonntag ging es nur noch ein wenig shoppen (einen kleine Post gibt es morgen) und dann auch schon wieder Richtung „Heimat“. Ich muss als Fazit sagen, es war eine wundervolle Erfahrung diese Stadt gesehen und erlebt zu haben. Aber ich war dennoch wieder froh zurück in Shenzhen zu sein. Hier gibt es ja auch eine Menge Menschen, aber dennoch ist es weit weniger überfüllt als in Beijing. Zudem ist wirklich alles super neu und dadurch sehr sauber. Die Luft zum Atmen ist sehr viel besser und der Himmel ist wenn dann nur diesig von Regenwolken.

So und nun muss ich packen den übers Wochenende geht nach Hong Kong…

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Beijing diary

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Tag 2

Der erste Gedanke nach dem Aufwachen: „hoffentlich sieht man heute den Himmel!“ Leider zeigte der Blick nach draußen, dass es eher noch schlimmer war als am Tag davor. Ganz früh ging es mit einem vom Hotel gemieteten Fahrer raus zur Mauer. Schon die Fahrt im Bus vom Parkplatz zur Seilbahn ließ erahnen, welche Massen sich hier täglich drängen! Nachdem das Ticket recht schnell gekauft war, hieß es warten und das in der prallen Sonne. Die ist gnadenlos auch wenn man sie hinter all dem Smog nur erahnen kann. Zudem waren um uns herum, lauter sich frech vordrängelnde Chinesen und so wurde das ganze zur echten Geduldsprobe. Die Seilbahn selbst schien nicht auf dem neusten Stand, brachte uns aber dennoch sicher nach oben! Beim Aussteigen musste man an der Schlange vorbei, in die man sich für die Abfahrt einreihen muss. Sehr frustrierend! Doch jetzt wollte ich erst mal dieses Meisterwerk aus Stein zwischen den Bergen sehen. Leider machte uns auch hierbei der Dunst des Smogs einen Strich durch die Rechnung und der Blick in die Ferne blieb uns verwehrt.

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Wir waren wohl auf dem beliebtesten Abschnitt der Mauer und so ging der Ab- und Aufstieg in einem recht langsamen Gänsemarsch voran. Dennoch ist es einfach unglaublich zu sehen wie unvorstellbar riesig diese Mauer ist. Trotz allem ist es einfach beeindruckend, wenn man sich vorstellt wie sie erbaut wurde. Das Gelände rings um dieses Schutzschild aus Stein ist ja recht steil, schwer zu durchqueren und mit nichts befahrbar. Da momentan einige Schönheitskorrekturen rings um die Mauer vorgenommen werden, konnten wir beobachten wie zwei Pferde mit Sandsäcken beladen werden um sie nach oben zu tragen. Das gab uns einen kleinen Eindruck vom Bau der Mauer.

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Da wir uns für den Rückweg auf keinen Fall wieder in die Schlange zur Seilbahn reihen wollten, begaben wir uns auf die Suche nach der Rodelbahn. Dort war die Schlange zum Glück sehr überschaubar und schon ging es bergab. Was ein Spaß! Doch etwas weniger bremsen hätte unser Fahrer schon können 😉
Durch die Abfahrt mit der Rodelbahn, kamen wir nicht an dem Parkplatz raus von dem wir gestartet waren, sondern landeten in einem Bären-Zoo. Dort gab es viele Gehege mit noch mehr Bären, die man gegen Geld füttern konnte. Dort ging es zu wie auf einem Jahrmarkt, überall kleine Essens- und Schnickschnackständchen und jeder wollte einem etwas verkaufen. Nachdem wir endlich unseren Fahrer wieder gefunden hatten, ging es direkt weiter zum Sommerpalast.

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Ich kann nicht sagen wie mir der Sommerpalast bei strahlend blauem Himmel gefallen hätte, aber ich war etwas enttäuscht. Man konnte kaum die Bödchen auf dem See erkennen und alles wirkte recht trist in dem Grau. Wir beschlossen uns das ganze Mal von oben anzuschauen, um uns einen Überblick zu verschaffen. Dafür stiegen wir nun die steilen Stufe zum Pavillon des Buddhistischen Wohlgeruchs hinauf. Auch hier versuchte der Smog uns einen Strich durch die Rechnung zu machen, doch es war zu erkennen, wie beeindruckend und riesig dieses Gelände ist.  Die Tempel, der See, die Gärten und wie alles mit so viel Liebe zum Detail gestaltet wurde, macht einen wirklich sprachlos. Auf dem Weg nach unten kamen wir dann noch durch die Suzhou Straße, mein persönliches Highlight im Sommerpalast.

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Nach diesem wirklich langen Tag, fielen wir mit so vielen neuen Eindrücken im Kopf einfach nur ins Bett. Das letzte was ich vor dem Einschlafen hörte, war Regen und die Hoffnung auf einen Samstag mit strahlend blauem Himmel wuchs.

Morgen folgt dann Tag 3.

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Beijing diary

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Tag 1

Nach ein sehr kurzen Nacht, denn für chinesische Airlines sind Abflugs- und Ankunftszeiten nur Zahlen, die eben angeben werden müssen, aber an die man sich nicht zwingend halten muss. So sind 2-4 Stunden Verspätung nichts Ungewöhnliches. Am Morgen gab es dann ein Erwachen im Smog. Beim Frühstück versuchten wir uns noch einzureden es sei Nebel, der sich im Laufe des Tages verzieht. Es war natürlich nichts so, aber ein schöner Gedanke war es dennoch. Wir beschlossen, uns zu Fuß auf den Weg zu machen, da das Hotel recht Zentral lag und man in den unterirdischen Metros ja nichts zu sehen bekommt außer graue Wände, dachten wir, dass sei die beste Möglichkeit sich einen guten Überblick zu verschaffen. Grundsätzlich ist dies, in „kleinen“ deutschen Städten sicher eine super Idee. Aber in einer riesen Millionenmetropole mit Smogwerten die dem Deutschen Umweltminister viele Panikattacken beschweren würden und  in der es zu dieser Jahreszeit Temperaturen über 35 Grad hat, ist es eher eine sehr schweißtreibende und wahnsinnig ermüdende Angelegenheit.

Zu allererst liefen wir durch ein Teil der vielen Hútongs, von denen es im Zentrum der Stadt sehr viele gibt. Das Wort Hútong kommt ursprünglich aus dem mongolischen und heißt so viel wie Quelle. Da früher die Bewohner immer in der Nähe eines Brunnens lebten, kam der Name zustande. Es ist unglaublich zu sehen wie die Menschen hier leben, wie sie an Strom kommen und wie voll sie ihre Lastwägen laden können. Leider fallen immer mehr von diesen traditionellen Wohnräumen der Umgestaltung des Stadtzentrums zum Opfer. Den Hútongs folgte eine wunderschöne Seeanlage, mit ein paar wie es schien, unscheinbaren Restaurants. Aber dazu später noch mehr.

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Am Ende der Seen sahen wir dann schon aus der Ferne, mein ganz persönliches Highlight von Beijing. Die Verbotene Stadt. Leider stellte sich heraus, dass wir direkt auf den Ausgang zu liefen und wir nicht die Einzigen waren, die dieses meisterhafte Bauwerk, besichtigen wollten. Wir quälten uns durch die Massen, einmal um die Stadtmauer herum, um festzustellen, dass am Eingang noch mehr Menschen waren. Da sich leichte Phobie gegen Menschenmassen breit zu machen schien, beschlossen wir erst mal weiter in Richtung zum Tian`anmen Platz zu laufen. Leider war es an dem Tag so diesig, dass man den Platz kaum sehen konnte. Die Bilder dazu werde ich also am dritten Tag zeigen, denn da gingen wir erneut hin und hatten mehr Erfolg. Mit der Metro ging es nun weiter zum Temple of Heaven und dort fanden wir tatsächlich was wir suchten. Etwas Ruhe. Hier findet man riesige Grünanlagen zwischen all den wunderschönen Tempeln. Da die Füße nun nach all den gelaufenen Kilometern wirklich schwer wurden, ging es für eine kleine Pause zurück ins Hotel.

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Für den Abend war geplant auf die mehrfach empfohlene Houhai Barstreet zu gehen. Bis wir dort ankamen wussten wir nicht, dass die Seeanlage durch die wir am Tag schon geschlendert waren, sich bei Nacht in diese berühmte Barstreet verwandelt. Die Restaurants die Tagsüber noch so unscheinbar waren, blinkten nun in allen Farben und aus dem Inneren kam recht gute Livemusik. Ich habe versucht das auf Bildern festzuhalten und hoffe es kommt ein wenig rüber.

Morgen folgt dann Tag 2.

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