Monthly Archives: July 2013

Shenzhen Dàxué

DSCF0393 - Kopie

So, die erste Woche Sprachunterricht an der Shenzhen Universität wäre gemeistert. Ich denke, dass ist ein guter Grund für einen kurzen Bericht und Fotos. Das Gebäude auf dem ersten und zweiten Bild ist das Technology Building in dem der Unterricht stattfindet. Ich hoffe man sieht es ein wenig, das Uni Gelände scheint endlos. Auf Foto festgehalten habe ich mal die Unterkünfte für Studenten, die Mensa, unseren Pool und die schönen Grünanlagen. Im Moment sind hier Semesterferien, weshalb so ziemlich alles geschlossen ist und es recht ruhig auf dem Campus zugeht.

Zum Unterricht selbst, die Lehrerinnen sind zwei junge, sehr nette Chinesinnen, die ihre Sache sehr gut machen und Spaß an ihrer Arbeit haben. Meine Mitlernenden sind von überall auf der Welt und jeden Alters. Kommuniziert wird in Englisch. Was den Unterricht nicht einfacher macht, denn Englisch ist ja auch eine Fremdsprache für mich. Nach den 4 Stunden Unterricht, dauert es deshalb meist eine Weile, das Wirrwarr im Kopf zu entwirren und überhaupt wieder eine Sprache klar sprechen zu können. Im Unterricht fühle ich mich ein wenig in die Grundschule zurück versetzt, denn diese Woche haben wir mit vielen Wiederholungen das “Alphabet” neu gelernt. Chinesische Worte setzen sich immer (bis auf ein paar Ausnahmen) aus Initials, Finals und Tones zusammen. Initials gibt es 21 und es ist ganz und gar nicht so, dass man diese Buchstaben so ausspricht wie wir das zum Beispiel in Deutschland tun würden. Die Finals, 36 an der Zahl, bestehen nicht nur aus einem Buchstabe oder gar aus zwei wie es bei den Initials schon mal vorkommen kann, nein sie können aus drei oder sogar vier Buchstaben bestehen. Auch hier ist es wichtig die richtige Aussprache zu können. Als sei das alles nicht schon (ein klein wenig) kompliziert genug, kommen nun die Tones, von denen es vier gibt. Diese kleinen recht unscheinbaren Strichlein, können alles verändern. Das darf man sich dann so vorstellen, zwei Worte genau gleich geschrieben nur mit verschiedenen Tones versehen, haben zwei völlig unterschiedliche Bedeutungen.
Ich muss ehrlich zugeben, dass für mich im Moment vieles einfach genau gleich klingt, vor allem wenn es schnell gesprochen wird. Was das Erlernen dieser Sprache nicht gerade einfacher macht.
In der nächsten Woche wird es dann richtig spannend, denn wir lernen schreiben, oder wie ich es gerne nenne, zeichnen. Da kaum jemand in China pin yin (das sind die Initials, Finals und Tones die es uns nicht Chinesen möglich machen die chinesische Sprache zu lesen) lesen kann, ist natürlich alles in hàn zi (die Zeichen) geschrieben. Es ist also sehr hilfreich für den Alltag, diese zu erlernen.

Ganz kurz ein kleines Update zu meinem Visum. Nach einer Woche Odyssee, bestehend aus durch die ganze Stadt gejagt werden um ein Stück Papier zu bekommen, vielen Diskussionen mit Händen und Füßen, einem Interview bei der Polizei und einem erneuten Gesundheitscheck inklusive einmal röntgen ohne Bleischurz, sieht es so aus, als ob ich tatsächlich mein Studentenvisum bekomme. Nach ganzen 15 Arbeitstagen!!! Bearbeitungszeit, in denen ich wegen fehlendem Pass hier gefangen sein werde, darf ich ihn abholen.
Dieses Mal war ich ganz alleine unterwegs und bin wirklich froh, dass es am Ende dennoch irgendwie geklappt hat. Oft beobachtet in dieser Woche habe ich, dass man sich hier einen sogenannten Visumagenten engagiert, der dann für einen vor Ort auf dem Amt alles regelt. Unten auf dem Bild habe ich mal dokumentiert was man so alles braucht um ein Studentenvisum zu beantrage, wobei ich sagen muss das hier noch das Ergebnis der medizinischen Untersuchung und das Ergebnis des Interviews fehlt.

DSCF0395 - KopieDSCF0398DSCF0399 - Kopie DSCF0401 - Kopie DSCF0404 DSCF0390 - KopieDSCF0413 DSCF0411_IGP0774

To leather, or not to leather

Seaworld_shoot-10

Leder oder, für die Tierfreunde unter uns, Fakeleder ist auch dieses Jahr ein großes Thema! Ich war bisher der Meinung, dass die Haut oder das Fell eines Tieres (ob nun echt oder unecht) an mir einfach nicht gut aussieht. Doch da ich diesen Trend wirklich unglaublich edel finde, habe ich immer wieder mit Stücken aus “Leder” geliebäugelt. Schließlich fand ich dieses tolle Oberteil im Zara Sale und war sofort begeistert. Auch bei der Anprobe gefiel es mir sehr gut. Vielleicht liegt es daran, dass es nicht komplett aus „Leder“ ist, sondern nur die Einsätze daraus bestehen, doch die sind wahre Figurschmeichler. So kann ich mich also langsam an das Material ran tasten. Ach was soll’s genug getastet. Ich liebe dieses Top wirklich!

Seaworld_shoot-13Seaworld_shoot-14 Seaworld_shoot-11Seaworld_shoot-12

Top / Skirt / Shoes (very old) – Zara, Bag – Belmondo, Bracelet /Ring – Versace for H&M

There’s a boot in the city

Seaworld-1

Heute gibt es noch mal eine Geschichte zu dem Thema: „Ich dachte das wäre ganz anders“. Ziemlich nah bei unserem Zuhause steht ein Schiff! Kein kleines Schiff, nein ein riesen Ding so eine Art Kreuzfahrtdampfer. Bis vor ein paar Tagen war dieses umgeben von einem Bauzaun, sodass man nur das obere Drittel sehen konnte. Jeden Tag um 18 Uhr ertönt das Schiffshorn in voller Lautstärke. Ich nahm also an, dass wir so richtig nah am Wasser wohnen und das da eben ein Schiff im Hafen liegt. Wenn man allerdings drum herum läuft, was ich auf der Suche nach Shamu dem Wal tat, stellt man fest das Meer ist einen halben Kilometer entfernt vom Schiff. Was tut dann das Schiff da? Auf die Flut warten? Ich stelle hier mal eine Theorie auf, einfach um mir das alles etwas verständlicher zu machen.
Ich weiß nicht ob das alle wissen, aber noch vor 30 Jahren war Shenzhen ein „Fischerdorf“ mit ca.300.000 Einwohner! Inzwischen wurden Berge gesprengt und Gebäude aus dem Boden gestampft und nun ist es eine Millionen Metropole in der 20 Mio. Menschen leben und arbeiten. Wer nun eins und eins zusammenzählt, weiß es werden mehr. Deshalb wird überall fleißig gebaut. Das Metronetz wird ausgebaut, neue Banken und riesige Malls entstehen und natürlich braucht man auch neue Wohngebiete. Für all das, braucht man natürlich vor allem eine Sache sehr dringend – Baugrund. Wenn der aber knapp wird, muss man sich neuen schaffen! So wird hier Stück für Stück das Meer aufgeschüttet und das ist vielleicht der Grund, warum nun ein riesen Schiff auf dem trockenen mitten im  Zentrum des kleinen Städtchen Shekou steht?!

Seaworld-4 Seaworld-6 Seaworld-8 Seaworld-10

Daydreaming

MixC-1

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht was ich zu den Bildern berichten soll… Das hier ist wohl eine der größten, vorallem aber luxuriösesten Malls in ganz Shenzhen. Hier kann man sich den ganzen Tag aufhalten und Träumen. Was ich heute dann auch ausgiebig tat. Ein wenig Taschen streicheln hier und auch mal eine an den Arm hängen dort. Wer bisher dachte Designertaschen seien teuer, der erfährt, dass sie noch teurer sein können. Und zwar genau hier in China. Für mich war es dennoch der perfekte Samstag.

MixC-2 MixC-3 MixC-5 MixC-6 MixC-7 MixC-8 MixC-10MixC-12 MixC-14 MixC-18