Monthly Archives: July 2013

Short story

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Eine Short + Bei diesem Klima einfach das beste Kleidungsstück + Am liebsten in einer Knallfarbe + Neue Lieblingsschuhe in noch einer Knallfarbe + Tollste Tasche überhaupt = Fertig ist die Short Story!

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Top – Mango, Short – Peace Bird, Shoes – Zara, Bag – Furla, Watch – Michael Kors, Sunnies / Necklace – H&M

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One week rain

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Eine Woche voller Regenschauer, neuer Freunde, aufregender Einkaufserlebnissen und Zeichen lernen ist nun vorbei. Höchste Zeit also für einen Bericht.
Ich hatte es fast vergessen, denn in den Wochen die wir nun hier sind, zeigte sich das Shenzhener Wetter wirklich fast nur von seiner besten Seite, aber hier ist gerade Regenzeit. Diese Woche haben durften wir dieses Naturspektakel mal so richtig miterleben. Wenn wir Glück hatten gab es an manchen Tagen ein paar wenige trockene Stunden, in denen die Luftfeuchtigkeit dann bei gefühlt 200 % lag. An solchen Tagen will man das Haus wirklich nicht verlassen, vor allem hier nicht. Das Wasser kommt in solchen Massen vom Himmel, dass ein Schirm kaum Schutz bietet und man durch riesige Seen waten muss, die sich auf den Straßen bilden. Was tut man also in so einem Fall?! Richtig, man schnappt sich seine neue italienische Freundin, die unglaublich gut und gerne handelt und geht in die größte Fake Mall die es in dieser Stadt gibt.
Ich bin jetzt nicht der größte Fan dieser ganzen Fakesachen, aber ich denke wenn man schon in China ist, sollte man auch diese Erfahrung mal machen. Jetzt weiß ich zumindest, wieso niemand in ganz Shenzhen Englisch spricht, denn jeder der diese Sprache beherrscht arbeitet in besagter Mall. Wenn man also, als nicht Chinese dort rein geht braucht man recht starke Nerven. Schon vor dem Eingang warten zig Verkäufer darauf einen mit vielen „Hello missi, handmade bags, sunglasses, watches“ in ihre winzig kleinen Shops zu locken. Ist man dann erst einmal in einem dieser mini Shops, wird man gebeten Platz zu nehmen (auf winzig kleinen Plastikhockern) und bekommt einen Berg Kataloge vorgehalten. In den Katalogen sind dann zum Beispiel Taschen unterschied-lichster Marken, in jeder Form und jeder Farbe abgebildet. Nachdem man sich für etwas entschieden hat wird ein Laufbursche ins Lager geschickt, während man mit ein paar Floskeln unterhalten wird. Preise bekommt man nicht so schnell gesagt, man muss schon mehrfach nachfragen. Wenn die Verkäufer dann meinen Interesse in den Augen der Käufer zu sehen, zücken sie ihre Taschenrechner und ein Preis wird eingetippt. Natürlich immer mit den Worten „only for you the best price“. Dieser sogenannte beste Preis, ist meist lächerlich hoch für diese Dinge. Wer sich also scheut zu handeln, hat verloren.
Ein Beispiel, ich wollte eine Rolex, fand eine die mir gefiel und fragte nach dem Preis. Für mich wollte der Verkäufer natürlich einen spitzen Preis machen und tippte 640 RMB in seinen Taschenrechner, was umgerechnet ca. 80 Euro sind. Soviel wollte ich für das gute Stück natürlich niemals ausgeben. Grundsätzlich, dass fanden wir recht schnell raus, ist natürlich der Startpreis bei nicht Chinese sehr viel höher. Im nächsten Schritt, sollte man also gleich mal ein Gegenangebot machen, das weit, weit, weit unter dem geforderten Preis liegt. Meist ist es auch sehr hilfreich mindestens zweimal so zu tun als ob man weglaufen möchte. Ich bezahlte am Ende 190 RMB, was nicht ganz 25 Euro sind. Leider versuchte der gute Mann mir eine Uhr anzudrehen, die nicht richtig ging. Er hatte wohl gedacht ich würde das so hinnehmen und mich nur an den glitzernden Steinchen auf dem Ziffernblatt erfreuen. Da es aber am Freitag immer noch regnete und wir am Donnerstag nicht alle Stockwerke gesehen hatten, beschlossen wir ein zweites Mal hinzufahren. Im ersten Versuch stellte er die Uhr neu ein und meinte ich müsse sie tragen, da es ja eine Automatik Uhr sei. Ich trug sie also während wir durch die anderen Stockwerke schlenderten, doch es stellte sich raus, dass sie nur lief, wenn ich meine Hand recht heftig schüttelte. Also gingen wir erneut zu diesem Stand, ich setzte mein verärgertes Gesicht auf und nach dem Versuch mir eine andere Farbe aufzuschwatzen, bekam ich eine brandneue Uhr aus dem Lager. Sie läuft nun schon seit zwei Tagen und ich bin ganz happy.

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Für jeden der Handeln als eine Art Sport oder gar als Spaß sieht, ist so ein Ort das Paradies, denn man kann wirklich ALLES dort finden. Und wenn ich sagen alles dann meine ich wirklich ALLES!

Wie bereits letzte Woche angekündigt, stand diese Woche Zeichen schreiben auf dem Stundenplan. Als erstes lernten wir, dass Zeichen aus verschiedenen Teilen bestehen. Leider habe ich vergessen wie viele verschiedene Teile es gibt. Es waren unfassbar viele. Für den Anfang lernten wir erst mal 26 der Einfacheren. Es ist ja nun nicht so, als ob wir nicht täglich mit vielen neuen Vokabeln konfrontiert wären, die man sich erst mal alle merken muss. Nun fanden wir auch noch herraus, dass die Chinesen es für nötig hielten, jedem Teil einen Namen zu geben, den wir uns natürlich merken sollten. Außerdem lernten wir in welcher Reihenfolge man die einzelnen Teile zeichnet, damit ein gut leserliches Zeichen (Bild) dabei rauskommt. So und wenn man das nun 2-3 Stunden täglich übt, dürfte man das Ganze, in etwa 5-7 Jahren recht gut können 😉

Zum Schluss der Woche hatte ich dann noch eine Begegnung mit der ich wirklich so gar nicht gerechnet habe. Wir waren im Supermarkt und da ich mich inzwischen daran gewöhnt habe, dass Meerestiere meist noch leben wenn man sie sich aussucht, beobachtete ich ein wenig die Garnelen in einem der vielen Glaskästen. Als diese aber nicht auf mein Klopfen an die Scheibe reagierten, hob ich etwas enttäuscht den Kopf um weiter zu gehen. In dem Moment trat eine Chinesin etwas von der Kühltheke weg und ich blickte direkt auf das mit Abstand krasseste, was ich je in einem Supermarkt sah. Am besten schaut ihr euch selbst das letzte Bild an…

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Introducing miss peplum

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Heute geht es um diesen wirklich wundervollen Peplum Trend. Wer es lieber deutsch mag, darf ihn auch gerne Schößchen Trend nennen. Ich muss sagen, dass ich wirklich von Anfang an ganz verrückt nach diesem kleinen Stücken mehr Stoff, an Obterteilen und Röcken war. Deshalb stand für mich sofort fest, dass ich das absolut perfekteste von allen perfekten Peplum Oberteilen haben wollte. So und mit diesem Beschluss begann dann auch schon das ganze Desaster. Ich fand Oberteile die mir von der Farbe sehr gut gefiehlen, aber das Material mochte ich überhaupt nicht. Dann gab es welche da gefiehl mir das Material aber das Muster überhaupt nicht und bei wieder anderen gefiel mir schlicht weg der Schnitt so gar nicht. Überall sah ich Mädchen mit Peplum Tops und Peplum Jacken, sie schienen so glücklich und sahen dabei so unglaublich gut aus. Es wurde mir schnell klar, dass ich meine Suche nicht aufgeben konnte, bis auch mir dieses Peplum Glück vergönnt sein würde. So ging das Monat um Monat und Laden um Laden. Dann verließ ich meine gewohnten Shoppinggebiete und musste neue finden. Hier in Shenzhen, China. Im Nachhinein wohl das Beste was mir passieren konnte, denn ich weiß nicht warum ich mich so auf ein Peplum Oberteil versteift hatte. Ich muss blind gewesen sein, doch nun bin ich es nicht mehr und kann dieses Peplum Glück doch noch in vollen Zügen genießen. Mit diesem absolut perfektesten aller perfekten Peplum Röcken die ich je gesehen habe.

And they lived happily ever after 😉

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Blouse – Zara, Skirt – Mango, Shoes – Zara, Bag – Belmondo, Watch – Michael Kors, Necklace / Belt – H&M, Bracelet – Hallhuber, Sunnies – Mango

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Happy Valley

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Wir sind jetzt seit über einem Monat in dieser Stadt, haben uns gut eingelebt und finden uns, dank zahlreicher Erkundungstouren, gut zurecht hier. Dennoch waren wir mehr als erstaunt als wir rausfanden, dass der Vergnügungspark genannt Happy Valley mitten im Zentrum der Stadt, nur 10 Stationen mit der Metro von unserem Zuhause, liegt. Irgendwie gingen wir bisher davon aus, dass so ein Park, da er ja eine Menge Platz einnimmt, etwas außerhalb der Stadt angesiedelt ist. Wir wählten also den Sonntag aus, um uns die ganze Sache mal genauer anzuschauen. Mehrere riesen Achterbahnen, ein Wasserpark mit riesen Rutschen und mehrere Themenwelten mit allen Attraktionen die man sich vorstellen kann, mitten in der Stadt?!

Ich finde es immer noch unglaublich, aber man kommt aus dem Untergrund der Metro, läuft ein paar Schritte an Wohnhäusern, Hotels und einer Mall vorbei und da taucht es tatsächlich auf. Das Happy Valley. Man sieht sofort, dass die Macher sich an so großen Parks wie Disneyland und den Universal Studios orientieren wollten. Leider wirkt alles, wie ich finde, nur wie eine billige, etwas farb- und lieblose Kopie. Mir war das heute mal egal, denn ich wollte nur möglichst viele schnelle, adrenalinsteigernde Attraktionen hintereinander fahren. Wir hatten allerdings den Sonntag und die 20 Millionen Einwohner dieser Stadt, ziemlich unterschätzt. Bei Wartezeiten von bis zu 3 Stunden, vergeht sogar dem größten Achterbahnfan die Lust. Dennoch stellten wir uns tapfer beim „The River Rapid Ride“, einer wilden Raftingbahn, an und beschlossen dies ganz mutig, völlig ohne Schutz zu tun. Wir waren mit unserem Mut ziemlich alleine, denn wirklich jeder hatte sich, entweder schon vor dem Park bei den unzähligen Straßenverkäufern oder beim Anstehen, ein blaues Müllsack-Regencape zugelegt. Ich befürchte die Chinesen fanden uns etwas verrückt, ich dachte sie übertreiben es ziemlich, im Nachhinein denke ich sie waren einfach sehr vernüftig. Die Fahrt an sich war sehr lustig, recht nass aber ein riesiger Spaß. Doch kurz vor dem Ende, gab es diese Automaten in die man Geld werfen kann um die Vorbeifahrenden mit Wasser zu bespritzen. An sich ja auch recht witzig, wenn man auf der richtigen Seite des Automaten steht.  Zudem muss ich sagen, dass der Wasserstrahl mich eher an Wasserwerfer, die Polizisten gern gegen Demonstranten einsetzen, erinnerte, als an etwas Spaß beim Nassspritzen. Dennoch können wir mit Stolz sagen, dass wir mit doch recht großen trockenen Stellen aus der Attraktion kamen (die Bilder unten beweisen es). Die zweite Wildwasserbahn beschlossen wir dann, nachdem wir die Wassermassen sahen, nicht zu fahren. Wir entschieden uns noch für ein Karussell,  ich würde es ja „Fly Like Superman“ nennen, da dort die Schlange recht überschaubar war. Man wurde auf dem Bauch liegen in die Luft gehoben, dann ging es im Kreis etwas auf und ab und man konnte so ein wenig das Gefühl vom Fliegen erahnen.
Da der Park recht erschwingliche Eintrittspreise hat und ja quasi ums Eck liegt, beschlossen wir danach aber lieber nochmal wieder zukommen. Dann aber definitiv unter der Woche und wenn die Sommerferien vorbei sind.

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