Reisebericht

Grey turn to color

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Wie bereits erwähnt war das Wetter am Wochenende eher so nach dem Motto, da will man nicht mal seinen Hund rausjagen. Da wir ja inzwischen so verwöhnt und verweichlicht sind von Shenzhen, beschlossen wir es uns im Hotel gemütlich zu machen. Ein Glück ist das Sofitel in Xi‘an nicht einfach nur ein Hotel, sondern eine ganze Anlage, für die es am Empfang sogar extra Karten gibt. Schon auf dem Weg in unser Zimmer stellte ich begeistert fest, dass wir neben einem herrlich duftenden Marokkanischen Restaurant eine Habana Bar hatten. In dieser gab es jeden Abend live Musik, zu den mehr als leckeren Cocktails aus den feinsten Rumsorten. Das Zimmer war super schön und das Beste, es hatte eine Tür in einen begehbaren Schrank. Ich war natürlich im Himmel und ärgerte mich, dass ich nicht mehr in den Koffer gequetscht hatte, einfach nur um dieses Ankleidezimmer zu füllen 😉

Nachdem es am Sonntag dann doch aufgehört hatte zu regnen, beschlossenen wir etwas die Stadt zu besichtigen. Nach einem wärmenden Kaffee direkt am Bell Tower, ging es am Drum Tower vorbei zum muslimischen Markt….
Wow, also was sich uns da bot ist schwer in Worte zu fassen! Es war ein Erlebnis für alle Sinne. Als erstes für die Augen, denn alles leuchtet, blinkt und glitzert in den buntesten Farben. Für die Ohren, denn dies war keine reine Fußgängerzone, also wird man von allen Seiten behupt und zusätzlich beschrien, denn man soll die toll präsentierten Waren ja auch käuflich erwerben. Als nächstes meldet sie die Nase, denn die bekommt neben allerlei frittierten Speisen auch den Geruch von Müll, den Gestank der Kanalisation und den von Tierinnereien zu riechen. Man fühlt die Hitze der mit Kohle oder offenen Flammen beheizten Kochstellen, man fühlt den Dampf in denen die Dumplings gegart werden und man fühlt die Stoffe der herrlich bunten Schals. Da wir seit Bali etwas vorsichtiger sind, gab es für den Geschmack nur in Salz geröstete Sonnenblumen Kerne. Sehr lecker.
So neigte sich das Wochenende und unser Kurztrip dem Ende entgegen. Abschließend möchte ich sagen, dass sich Xi’an hauptsächlich der Terrakotta Armee wegen lohnt. Die Stadt an sich fand ich nicht so toll. Aber das liegt vielleicht auch daran das wir durch so Städte wie Shanghai, Hong Kong und Taipei sehr verwöhnt sind.

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Pottery Factory?

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Am Wochenende traten wir unsere letzte größere Reise hier in China an. Ein Punkt auf unserer das-wollen-wir-unbedingt-sehen-Liste war noch offen. Die Terrakotta-Armee in Xi’an, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Shaanxi. Ich denke als ersten Punkt möchte ich kurz das Wetter abhaken. Jaja ich darf mich nicht beschweren, ich hatte es mir ja sozusagen gewünscht. Dennoch möchte ich hier einmal ganz kurz loswerden: man war das kalt!!! Laut Wetterbericht waren Tagestemperaturen zwischen 10 und 13 Grad angesagt, für mich Wärmeverwöhnte, fühlte es sich an als seien wir am Nordpol gelandet. Dazu kam ein ganz fieser Regen, der den ganzen Samstag trüb machte. Zum Glück hatten wir für den Tag den Besuch der größten getöpferten Armee geplant und die steht ja zum Glück im Trockenen. Das Gelände ist riesig und neben den drei Hallen in denen man die Ausgrabungen bestaunen kann, gibt es noch ein Museum.

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Wir starteten mit der kleinsten der drei Hallen und wollten uns von hinten nach vorne vorarbeiten. Das kann ich jedem nur empfehlen. In der Halle 3 bekommt man die ersten Krieger und ihre Pferde, von den Streitwägen ist leider nichts mehr übrig denn die waren aus Holz, zu sehen. Ich war sofort beeindruckt und sprachlos wie detailgenau jede einzelne Figur gestaltet wurde. Man konnte nicht nur erkennen, dass die Rüstungen sehr fein gearbeitet waren, auch an Fingernägel und einzelne Haare wurde gedacht.

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Weiter ging es in der 2. Halle, die weit größer ist und in der man eine ganze Stadt zu sehen bekommt. Man überblickt die Dächer und entdeckt immer wieder Dinge wie die Reste von Wagenrädern, Speeren und das Handwerkszeug der Bogenschützen. Zwischendrin natürlich die Krieger in unterschiedlicher Haltung und je nach Rang in unterschiedlichen Rüstungen und Gewändern. Wahnsinnig beeindruckend fand ich die knienden Krieger, die als Bogenschützen bezeichnet werden.

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Wenn man nun schon sprachlos ist, wird einem der Atem stocken wenn man die Halle 1 betritt und es so aussieht als kämen tausende von Kriegern mit ihren Rössern auf einen zu. Wenn man wieder zu Atem kommt und sich die einzelnen Krieger genauer anschaut wird einem bewusst, dass keiner aussieht wie der Andere. Ein unglaublich beeindruckender Wahnsinn und es stellt sich die Frage: Warum? Wofür eine Lebensgroße versteinerte Armee anfertigen? Um diese Frage nach dem Warum ranken sich natürlich zahllose Mythen und Theorien. Ich stell mir den Kaiser einfach als einen im Herzen jung gebliebenen Mann vor, der gerne Armee spielt. Da er die Mittel und die Macht hatte, ist diese Armee eben nicht in Miniatur sondern in unvorstellbarer Größe entstanden.

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Die Theorie, dass das alles nur entstand, damit der Kaiser nach seinem Tod ein gut bewachtes Grab hat, ist die am verbreitetsten. Bisher ist etwa ein Viertel der Gesamtfläche, die ein Bauer 1977 zufällig beim Graben eines Brunnen entdeckte, freigelegt und für Besucher zugängig. Auch heute wird mit Eifer ausgegraben, abgepinselt und das unvorstellbarste, die zerstörten Krieger werden Stück für Stück wie in einem Puzzle wieder zusammengesetzt.

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Für mich war diese Reise, in die Vergangenheit von China, das absolut spannendste und beeindruckendste was ich je gesehen habe. Es ist einfach unglaublich was hier von Menschenhänden erschaffen wurde.

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Best dumplings in the world?!

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Die letzten vier Wochen unseres China-Abenteuers haben begonnen und wir haben uns vorgenommen, nochmal all unsere liebsten Restaurants zu besuchen. Natürlich geht es hier hauptsächlich um asiatische Restaurants, eben solche die wir dann in der Heimat so nicht mehr haben werden. Ich werde das sehr vermissen!
Los ging es also am Freitag mit unserem Lieblings Dumpling Restaurant. Es gibt sie dort in alle Größen, Formen und Varianten. Rein vegetarisch gefüllt, vegetarisch mit ein wenig Fleisch, mit Meeresbewohner oder gar nur mit einer ordentlichen Fleischfüllung. Zum Dippen erhält man ein Schälchen mit frischen Ingwerstreifen und einer bebilderten Anleitung. Wenn man dieser brav folgt, hat man einen wunderbaren Soja-/Essig-Dip für die kleinen und großen Leckereien. In China gibt es Dumplings im Grunde zu jeder Tageszeit, ich würde mal sagen die Chinesen haben eine Leidenschaft für diese gefüllten Teigtaschen. Leider sind sie nicht immer so lecker und gut gefüllt wie in diesem preisgekrönten Restaurant, in dem sogar schon Tom Cruise bei der Zubereitung geholfen hat.

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Back in Europe?

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Nun kommen wir endlich zu meinem Lieblingsbericht aus Macao. Sightseeeeeeing! Im Grunde will ich gar nicht viel sagen, außer es hat mir wahnsinnig gut gefallen, was die Portugiesen hier hinterlassen haben. Es hat sich ein wenig so angefühlt zurück in Europa zu sein. Ich bin einfach ein Liebhaber dieser alten, bunten, wundervoll gestalten Häuschen. Wenn sie dann auch noch die Farben mint und weiß tragen, macht mein Herz einen Sprung. Die Ruinen der St. Paul’s Kirche hatten ein ganz wundervolle Aura, das alte Theater muss ich zu meinem absoluten Liebling küren, das Fort, mit seinen zahlreichen Kanonen zu besteigen war super spannend und selbst das einfache rumschlendert, hat auf den wundervoll verzierten Böden soviel Freude gemacht. Es gibt einige wunderschöne Kirchen zu sehen, welche die Chinese mit Vorliebe als Hintergrund für wunderbar kitschige Hochzeitsbilder verwenden. Doch nun bin ich ruhig und lass einfach die Bilder für sich sprechen.

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